Rezept

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Mit dem richtigen Öl lassen sich die verschiedensten Speisen verfeinern. Oft geben sie dem Gericht noch den letzten Schliff. Insbesondere Kräuter- und Gewürzöle haben es in sich. Das Beste daran: Sie lassen sich auch ganz einfach selber zubereiten. Dadurch schmecken sie zum einen noch ein kleines bisschen besser, zum anderen finden meine eigens angebauten Kräuter so eine perfekte Verwendungsmöglichkeit und verwelken nicht.

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Basiszutaten

Je nachdem, welches Öl ihr verwendet und welche Kräuter und Gewürze ihr hinzufügt, passt das fertige Kräuteröl anschließend zu unterschiedlichen Gerichten. Während das eine geschmacklich ideal zum Marinieren von Fisch und Fleisch benutzt werden kann, gehört das andere vielleicht eher als Verfeinerung auf Salate oder Gemüsegerichte. Als kleine Hilfestellung habe ich euch deshalb Vorschläge und Ideen zur Verwendung der fertigen Öle zu den Rezepten beigefügt.

Die folgende Liste soll euch als Überblick dienen, was ihr für die Herstellung eures eigenen Öls braucht:

  • Qualitativ hochwertiges Öl als Basis: Am Besten eignet sich kaltgepresstes Olivenöl oder als geschmacksneutrale Alternative Raps- oder Sonnenblumenöl.
  • Eine Glasflasche oder ein Schraubglas: Natürlich braucht das Öl ein Behältnis, in dem es die wertvollen Aromen der Kräuter aufnehmen kann. Eine Glasflasche oder ein Schraubglas mit weitem Hals sorgt dafür, dass ihr die Kräuter nach der Ziehzeit einfach herausnehmen könnt. Zusätzlich bieten Braunglasflaschen besseren Schutz für lichtempfindliche Öle.
  • Kräuter und Gewürze: Ob Küchen- oder Wildkräuter ist hierbei egal. Zu den beliebtesten Gewürzen zählen etwa Knoblauch, Chili und Pfeffer, aber auch Zitronen- oder Orangenschalen.
  • Eventuell kleinere Flaschen zum Abfüllen, wenn ihr mal eine größere Menge Öl zubereitet.

Rezepte

Nun komme ich zum wichtigsten Part und stelle euch meine Lieblingsrezepte für Kräuter- und Gewürzöle vor.

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Knoblauchöl

Dieses Öl ist ein Allroundtalent. Ob zum Marinieren von Fisch und Fleisch, für Gemüsegerichte und Salate oder für Pizza und Pasta, es schmeckt überall gut. Die optimale Ziehzeit beträgt 3-4 Wochen. Alles was ihr für 500 ml Knoblauchöl braucht ist:

  • 500 ml hochwertiges Olivenöl
  • 8 geschälte und gehackte Knoblauchzehen
  • Nach Bedarf geben Gewürze wie Rosmarin, Thymian, Chili oder Basilikum noch extra Geschmack

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte
Öl mit Kräutern der Provence

Bestens geeignet ist dieses Öl für Gemüsesuppen, Salate oder Grillgut. Nach 2-3 Wochen solltet ihr die Gewürze und Kräuter heraussieben. Was ihr für 750 ml Öl benötigt:

  • 750ml hochwertiges Olivenöl
  • 1-2 Stängel Rosmarin
  • 1-2 Stängel Oregano
  • 1-2 Stängel Bohnenkraut
  • 1 Stängel Thymian
  • Je nach Geschmack passen noch Majoran, Basilikum oder Lavendel dazu

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte
Zitrus-Thymian-Öl

Dieses Öl mit einem Hauch Frische schmeckt besonders gut als Dressing für Salate oder zu Fischgerichten. Außerdem eignet es sich ebenso als Dip zum Eintunken für ein frisches Baguette mit griechischem Honig. Hier reichen 1-2 Wochen Ziehzeit. Aufgrund der Zitrone sollte es innerhalb von 4 Wochen aufgebraucht werden. Zur Zubereitung von 500 ml Öl nehme man wie frau:

  • 500 ml hochwertiges Oliven- oder Sonnenblumenöl
  • 6-8 Zweige Thymian
  • 1 unbehandelte Zitrone: Schäle die Schale möglichst dünn ab und meide die innere weiße Schale.
  • Optional kann etwas Rosmarin hinzugefügt werden

Kräuter- und Gewürzöle selber machen: 3 tolle Rezepte

Tipps & Tricks

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar Tipps & Tricks mit auf den Weg geben.

  • Sterilisiert die Flasche im Vorhinein und wascht sie mit heißem Wasser aus, um eine Verunreinigung des Öls zu verhindern.
  • Seid vorsichtig beim Ernten und Säubern der frischen, trockenen Kräuter. Ein sonniger Nachmittag eignet sich am besten zum Ernten, da der Morgentau dann bereits getrocknet ist.
  • Schneidet schadhafte Stellen der Zutaten weg, um eine Gärung oder Schimmelbildung im Öl zu vermeiden.
  • Sorgt dafür, dass die Kräuter während der gesamten Ziehzeit komplett mit Öl bedeckt
  • Bei grob geschnittenen Zutaten reicht die Verwendung eines handelsüblichen Siebs. Wer feinere Zutaten hinzugegeben hat oder bei wem sich die Kräuter zersetzt haben, der nimmt sich ein feines Tuch oder einen Teefilter zu Hilfe.
  • Zwar können die Kräuter prinzipiell nach der Ziehzeit im Öl bleiben, allerdings wird dadurch die Haltbarkeit negativ beeinflusst. Deshalb rate ich immer dazu, die Zutaten danach zu entfernen. So könnt ihr das Öl sogar bis zu 6-12 Monate verwenden bzw. lagern.
  • Lagere das fertige Öl an einem kühlen, dunklen Ort, aber nicht im Kühlschrank.
  • Schüttele die Flasche hin und wieder, um Schimmelbildung zu vermeiden.